Ansitz mit Kindern als Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit

von Paulsen

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit veranstaltete der Hegering Wangels am 12. August 2017 zum wiederholten Mal einen Kinderansitz. Dazu wurden die Kinder aus der Region, aber auch die Feriengastkinder herzlich eingeladen. Die Einladung erfolgte in diesem Jahr ausschließlich über die Zeitung und Mund-zu-Mund Propaganda, während sie in den Vorjahren auch über die Schulen erfolgte. Eingeladen waren die die 7 bis 12jährigen, da diese Altersgruppe erfahrungsgemäß sehr begeisterungsfähig und interessiert ist.

Im Auftrag des Hegeringleiters Holger Schädlich hatte Hermann Krützfeldt aus Karlshof dankenswerterweise die Organisation der Veranstaltung übernommen. Trotz sehr schlechten Wetters (Dauerregen, 16 Grad) fanden sich die Kinder pünktlich um 18.00 Uhr am Treffpunkt ein. Sie waren gut ausstaffiert und überwiegend sogar mit einem Fernglas ausgerüstet. Das Lagerfeuer brannte bereits und die Kinder „brannten“ auf den Start zum Hochsitz. Zunächst jedoch gab es Bratwurst vom Grill und etwas zu trinken.
Dank der rechtzeitigen Terminanberaumung hatten sich 18 Jäger mit ihren Revieren zur Verfügung gestellt. 

 

Nachdem der Hegeringleiter die jungen Gäste und die Jäger begrüßt hatte, blies das kleine Bläserkorps zur Jagd und es erfolgte die Aufteilung auf die Reviere. Nun ging es endlich los.
Ich hatte die Freude, die 8-jährige Juliette Mody mit auf den Hochsitz im Revier Grammdorf nehmen zu dürfen. Nachdem ich auf ihren besonderen Wunsch hin mit dem Geländewagen parallel zum Weg über die Stoppeln gefahren war, mußten wir feststellen, daß der ausgewählte Hochsitz bereits von einem Hornissenschwarm besetzt war. Somit fuhren wir zu einem Sitz an der Grenze zu Ehlerstorf und Farve. Schon beim Angehen erblickte mein Jagdgast eine Ricke mit Kitz. Aufgrund günstigen Windes äste sie auf uns zu. Wir wichen ihr weiträumig aus und erreichten die Kanzel. Nachdem wir die Luken der Kanzel geöffnet hatten und der Regen langsam abnahm, begann eine ausführliche Fragestunde. Es ist bemerkenswert, welche und wieviele Gedanken sich eine 8-Jährige zur Natur und zu den Wildtieren macht. Dann wurde es spannend. Wieder erschien die Ricke aus dem Knick, diesmal jedoch in Begleitung zweier Kitze. Juliette, die schon vor der ersten Wiesenmahd die Weiden mit nach Kitzen abgesucht hatte, war erstaunt, wie groß die Kitze schon nach 3 Monaten waren. Als sie dann durchs Glas noch beobachten konnte, wie die Ricke ein Kitz säugte, war der Ansitzabend für sie perfekt. 

Eine dreiviertel Stunde nach Sonnenuntergang kehrten wir zum Treffpunkt zurückund es begann ein reger Erlebnisaustausch. Zwei der anderen Kinder konnten sich rühmen, dabei gewesen zu sein, als im Revier Wangels ein Keiler und im Revier Farve ein Rehbock erlegt und versorgt wurde. Ein Mädchen wußte sogar von 41 beobachteten Tieren zu berichten, wobei ein bei der Anfahrt die Straße querender Trupp Damwild und natürlich jeder Hase und der abendliche Entenstrich mitgezählt war. 
Für die Kinder war es ein großes Erlebnis und deren Begeisterung motivierte die Jäger, schon jetzt zuzusagen, ihre Zeit und ihre Reviere auch im kommenden Jahr wieder für einen abendlichen Kinderansitz zur Verfügung zu stellen. 

Jan-Pieter Frick                               6. August 2017 

 

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